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PUR - ein Quantensprung in der Klebstofftechnologie
 


Die Einkomponenten-Polyurethanklebstoffe (1K PUR) gehören zur Kategorie der Reaktivklebstoffe. Bei diesen Produkten findet die Aushärtung, das heisst die Bildung einer festen Klebefuge, die den geforderten Belastungen widerstehen kann, durch eine chemische Reaktion statt.

Von einem modernen Klebstoff wird gefordert, dass er lange und problemlos lagerfähig ist, bei der Anwendung jedoch innerhalb kürzester Zeit aushärtet. Bei den Reaktivklebstoffen wird diese Vorgabe erfüllt, indem man vor oder beim Klebstoffauftrag eine zweite Komponente zumischt, die die chemische Reaktion in Gang setzt. Dies ist grundsätzlich auch bei den 1K PUR-Klebstoffen so. Da aber in diesem Fall die zweite Komponente Feuchtigkeit ist, die in der Luft und insbesondere im Holz normalerweise immer in ausreichenden Mengen vorhanden ist, braucht man sich nicht darum zu kümmern. Der Klebstoff kann direkt aus dem Gebinde verarbeitet werden. Sobald er mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, beginnt die Aushärtereaktion.

Die Polyurethan-Technologie - PUR - für den tragenden Holzleimbau wurde in der Schweiz in den 80er Jahren durch Purbond entwickelt. Der erste PUR Klebstoff für den konstruktiven Holzleimbau wurde durch Purbond 1994 in Deutschland zugelassen. Trotz dieser relativ kurzen Zeit hat die Technologie in Europa einen bedeutenden Stellenwert erreicht, weil PURBOND Klebstoffe gegenüber den klassischen, formaldehyd-basierten Klebstoffen viele Vorteile bietet:
  • Einkomponentensystem - kein dosiertes Mischen von Zutaten nötig
  • Formaldehyd- und lösungsmittelfrei - 100% Feststoffgehalt (erfüllt JAIA F****)
  • Keine sichtbaren Klebstofffugen - ausgezeichnete ästhetische Wirkung
  • Sehr kurze Aushärtezeiten - ohne zusätzliche thermische Beschleunigung
  • Höchste Prozesssicherheit - dank spezifischer Temperatur- und Feuchtetoleranz
  • Erstklassige, verlässliche Festigkeiten duktiles Verhalten
  • Keine Geruchsbelästigung während der Produktion - sauberes Umfeld für die Mitarbeiter
  • Längere Lebensdauer der Fräswerkzeuge - verlängerte Standzeiten